12 – Fallbeispiele



Beratungsbeispiele

Susanne

Dipl. Sozialpädagogin, 48 Jahre, 2 Kinder (14 +17), seit ca. 6 Monaten geschieden.

Das eigene Haus wurde verkauft und das gemeinsame Vermögen aufgeteilt. Das Kapital von Susanne beträgt ca. 150.000 Euro.
Sie hat jahrelang zuhause die Kinder betreut, ihrem Mann den Rücken freigehalten und stundenweise in der örtlichen KITA gearbeitet. Vor ihren Kindern hat sie ein paar Jahre gearbeitet und einen gesetzlichen Rentenanspruch in Höhe von 430 Euro. Glücklicherweise kann sie in der KITA aufgrund Ihrer beruflichen Qualifikation einen Wiedereinstieg als stellvertretende Leitung bekommen.

Nach einer ausgiebigen Analyse Ihrer privaten Situation erarbeiten wir gemeinsam ein Konzept für Ihre Altersversorgung und bedenken dabei Ihre Wünsche und Ziele. Ein Teil Ihres Vermögens wird als Grundstock in die noch dringend benötigte Altersversorgung gezahlt und durch weitere monatliche Zahlungen in verschiedene Anlageformen hat Sie nun die Möglichkeit mit einem guten Gefühl an ihren Ruhestand zu denken. Dazu haben wir noch ihre privaten Versicherungen angepasst.

Christine

38 Jahre, ledig, Single, angestellte Sachbearbeiterin

Sie kam auf eine Empfehlung einer Klientin, da sie sich überlegt hatte eine Eigentumswohnung zu kaufen und sie wissen wollte bis zu welchem Limit sie sich das leisten konnte. Christine war bereits bei ihrer Hausbank, aber dort wurde sie erstmal schroff abgewiesen, da sie noch kein konkretes Objekt in Aussicht hat. Ihr wurde ein Prospekt in die Hand gedrückt und sie sollte sich wieder melden wenn es etwas konkretes gäbe.

Christine war ziemlich ärgerlich, da sie bereits seit über 10 Jahren eine solvente Kundin dieser Bank war.
Bereits in unserem gemeinsam Erstgespräch sprachen wir über ihre Wünsche und ihre Vorstellungen einer eigenen Immobilie. Ich analysierte, unter Berücksichtigung ihres Gehaltes und ihres angesparten Eigenkapitals, bis zu welchem Limit der Kaufpreis ihrer zukünftigen Wohnung gehen konnte. Dann erläuterte ich ihr noch die verschiedenen Risiken einer Finanzierung – einerseits die Lage der Wohnung, die Ausstattung aber auch das Risiko bei einer Krankheit oder noch schlimmer einer Berufsunfähigkeit oder sogar Todesfall. Gerade das Thema Berufsunfähigkeit war Christine bis zu diesem Punkt noch gar nicht so bewusst gewesen. Wir fanden eine Lösung zur Absicherung und aufgrund guter Gesundheitsverhältnisse konnte ich das Risiko bereits im Vorfeld minimieren.

Die Finanzierung zur Eigentumswohnung kam dann einige Monate später, nachdem Christine in ihrem möglichen finanziellen Rahmen das passende Objekt gefunden hatte.
Ein kurzes Update zu diesem Fall: Mittlerweile ist Christine verheiratet, sie hat gemeinsam mit ihrem Mann ein Haus gekauft und finanziert. Die Eigentumswohnung wird vermietet und dient später als ein Teil ihrer Altersvorsorge.

Patrizia und Thomas

beide Anfang 50, Software-Ingenieurin und Studienrat, beide angestellt mit gutem Gehalt, die Kinder sind aus dem Haus und stehen auf eigenen Füßen.

Aus einer Erbschaft erhalten Sie eine größere Summe. Nach einem ausgiebigen Gespräch und einer Analyse ihrer Daten kam heraus, das noch eine Restbelastung einer Baufinanzierung auf ihrem Eigenheim ist – und das noch zu relativ hohen Zinsen. Als erstes habe ich ihnen geraten einen Teil ihrer Erbschaft für die Sondertilgung des Darlehens zu nutzen. Das hat sie sehr überrascht, denn ihr Berater bei der Bank wollte das komplette Erbe anlegen.

Im nächsten Schritt haben wir unter anderem über das Thema Unabhängigkeit im Alter gesprochen – was tun im Pflegefall? Die Eheleute entschieden sich einen Teil als Einmalbeitrag in eine Pflegerente zu stecken, um somit im Pflegefall ihren Partner und vor allem die Kinder finanziell zu entlasten.

Franziska

51 Jahre, lebt in einer guten Partnerschaft, aber ledig.

Sie ist eine langjährige Kundin, die sich vor 5 Jahren als Mediatorin und Coach selbstständig gemacht hat. Ihr gesetzlicher Anspruch, aus einer vorherigen Angestelltentätigkeit, in der Rentenversicherung betrug ca. 850 Euro. In den letzten 5 Jahren hat sie das Thema Altersvorsorge sehr vernachlässigt, da sie das meiste Geld in ihre Ausbildung und in ihre Firma investiert hat.

In unserem jährlichen Service-Gespräch seufzt sie über ihre immer höheren Zahlungen der Einkommensteuer – natürlich auch ein Hinweis auf guten Umsatz. Ich biete ihr an, einen gemeinsamen Termin mit ihrer Steuerberaterin zu machen, um über das Thema Altersvorsorge und Steuern sparen zu sprechen. Dankbar vereinbart sie einen Termin und wir erstellen gemeinsam ein vernünftiges Altersvorsorge-Konzept auch unter steuerlichen Aspekten.